Antrag: Sportanlage Strümper Busch – Neuplanung – Konzept der FDP

Sitzung des Planungs- und Liegenschaftsausschusses am 16.06.2010

An den Vorsitzenden
des Ausschusses für Planung und
Liegenschaften
Herrn Leo Jürgens
Stadt Meerbusch

40667 Meerbusch

Meerbusch, den 25. Mai 2010

 


Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Liegenschaften am 16. Juni 2010

Sportanlage Strümper Busch – Neuplanung – Konzept der FDP


Sehr geehrter Herr Jürgens,

wir nehmen Bezug auf unseren Vertagungsantrag zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Liegenschaften am 04.05.2010 mit dem wir unseren Alternativvorschlag „Konzept der FDP-Fraktion für den Ausbau der Sportanlage „Strümper Busch“ eingebracht haben, der jedoch auf Grund der abgelehnten Vertagung nicht debattiert worden ist.

Die FDP-Fraktion beantragt deshalb, dass unser vorgelegtes Konzept (siehe beigefügte Anlage) von der Verwaltung aufgenommen wird und als Planungsalternative bezüglich Realisierung, Baukosten, und Wirtschaftlichkeit untersucht und beurteilt wird.

Es ist als Alternative grundsätzlich neben dem vom Ausschuss beschlossenen neuen Gestaltungsentwurf ebenfalls öffentlich auszulegen mit Bürgerbeteiligung.

Wir geben dazu folgende Begründung:

Für die Umsetzung unseres Konzepts bedarf es seitens der Behörden keine Genehmigungen, weil die Stadt für die von uns vorgesehenen Flächen bereits Baurecht besitzt.

Infolgedessen gibt es keine zeitlichen (unkalkulierbaren) Verzögerungen durch evtl. Einwendungen und ggfs. Klagen von Bürgern in der Nachbarschaft.

Für den Tennenplatz besteht Bestandsschutz, der auch bei Umbau in einen Kunstrasenplatz (Bescheid der Kreis-Behörde) gilt.

Für die Umsetzung unseres Konzepts ist eine breite Akzeptanz der sog. Einwen-dungsbürger vom Mönkesweg und des Neubaugebiets Strümper Busch zu erwarten; mit anderen Worten: es wird keine Klagen geben. Somit könnte die Planung zügig umgesetzt werden im Sinne des SSV-Strümp.

Die Umwandlung von Rasenflächen in Kunstrasenflächen, d.h. die Versiegelung ökologisch wertvoller Flächen ist ein Verstoß gegen das Klimaschutzbündnis der Stadt. Unser Konzept verstößt nicht gegen dieses Bündnis, sondern will weitere Bodenversiegelung verhindern.

Der Erhalt der Rasenflächen für die Nutzung durch die Schulen und die weitere Umwandlung des Geländes in einen öffentlichen (zugänglichen) Sportpark wird von einer großen Mehrheit der Bürger in Strümp getragen.

Unser Konzept zeichnet sich durch folgende Punkte aus:

  1. dass es den Bedarf für einen fast allwettertauglichen Sportplatz für den SSV-Strümp erfüllt und ggfs. Rasenflächen für den Trainingsbedarf weiterhin bereithält,
  2. dass Umkleidekabinen in ausreichender Zahl (4 Stück) für den Bedarf des SSV-Strümp vorgesehen sind, als Anbau des vorhandenen Umkleidegebäudes,
  3. dass der Bau eines Clubheims vom SSV-Strümp grundsätzlich möglich ist, z.B. als Umbau des „Sportlertreffs“ bzw. als Anbau des vorhandenen Umklei-degebäudes
  4. dass PKW-Stellplätze in großer Anzahl (mehr als 100) auf dem Fouesnantplatz in 150 m Entfernung vorhanden sind. Der kurze Fußweg ist weder für Spieler noch für Zuschauer eine Zumutung,
  5. dass unser Konzept mit Baukosten in Höhe von höchstens 750000 € realisiert werden kann, gegenüber rund 2.5 Mio. € für die Realisierung des neuen Gestaltungsentwurfs der Verwaltung (gemäß Beschluss vom 04.05.2010).


Die Ratsfraktionen haben beschlossen, dass grundsätzlich für alle Investitionsvorhaben Alternativen vorgelegt und debattiert werden müssen bezüglich Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Unser Alternativvorschlag ist nicht nur machbar, sondern wirtschaftlicher als der Verwaltungsentwurf und zeichnet sich auch dadurch aus, dass er zeitlich zügig realisiert werden kann, weil kaum Klagen der Bürgerschaft zu erwarten ist.
    
Mit freundlichen Grüßen
 
                            
Klaus Rettig
(Stv. Fraktionsvorsitzender)