Antrag: Bebauungsplan 266 - Meerbusch-Osterath - Ostara-Gelände

Meerbusch-Ostara "Ostara-Gelände" - Bebauungsplan 266

Sitzung des Planungs- und Liegenschaftsausschusses am 21.09.2011

An den Vorsitzenden des Ausschusses
für Planung und Liegenschaften
Herrn Leo Jürgens
Stadt Meerbusch

40667Meerbusch

Per Fax-Nr. 02132-916-320 und 321 und E-Mail

05.09.2011

 


Antrag zur Sitzung des Planungs- und Liegenschaftsausschusses am 21. September 2011
Bebauungsplan 266 Meerbusch-Osterath „Ostara-Gelände“


Sehr geehrter Herr Jürgens,

die FDP – Fraktion beantragt, in dem städtebaulichen Vertrag für die Wohn- und Gewerbebebauung auf dem „Ostara-Gelände“ ausschließlich den Passivhausstandard vorzuschreiben.

Begründung:
Nach § 11Absatz (1) Nr. 5 BauGB-Novelle 2011 wird es jetzt den Kommunen ermöglicht, in städtebaulichen Verträgen die Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden festzulegen. Damit sind die rechtlichen Bedenken, die bisher gegen eine Festlegung der Wohnbebauung auf Passivhausstandard bestanden, gegenstandslos geworden.


Mit dieser Festlegung würde sich auch die Frage, ob und gegebenenfalls welches Kleinkraftwerk für die Energieversorgung des „Ostara-Geländes“ notwendig ist, erledigt haben. Größere gewerbliche oder Wohnbauten könnten mit BHKWs unter Verwendung erneuerbarer Energien versorgt werden.
Ein Gegenargument, die höheren Baukosten für Passivhäuser, ist bei einer Gesamtbetrachtung nicht stichhaltig: Den Mehrkosten für Passivhäuser von ca. 10% stehen die geringeren Belastungen durch Fördervorteile für Energiesparen und die deutlich geringeren laufenden Energiekosten gegenüber. Nur der Neubau von Gebäuden mit Passivhausstandard entspricht den Grundsätzen einer ökologischen, nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung, einem Grundsatz, den dieser Ausschuss beschlossen hat.


Und: Die EU hat die Bestimmungen für Neubauten im letzten Jahr verschärft, ab 2021dürfen nur noch „Null-Energie“-Häuser gebaut werden (für öffentliche Neubauten gilt das bereits ab 2019). Es macht keinen Sinn, jetzt noch nach „alten“ Standards neu zu bauen.

Mit freundlichen Grüßen

 
Gesine Wellhausen
(Fraktionsvorsitzende)