Antrag: Energieeinspar-ANREIZ-Konzept

Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses am 22.09.2011

An den Vorsitzenden des Haupt-,

Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses
Herrn Bürgermeister
Dieter Spindler
Dorfstr. 20

40667 Meerbusch

Meerbusch, den 6.9.2011




Antrag zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses am 22. 09.2011
Energieeinspar-ANREIZ-Konzept


Sehr geehrter Herr Spindler,

die FDP – Fraktion beantragt,
die Verwaltung zu beauftragen, ein Energieeinspar-ANREIZ-Programm, eventuell in Zusammen-arbeit mit der wbm, örtlichen Banken und in Anlehnung an Förderprogramme anderer Städte, insbesondere an das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen“ der Stadt Düsseldorf zu entwickeln und die voraussichtlichen Kosten dafür darzustellen.

Begründung:

Um der Energiewende zum Erfolg zu verhelfen, reicht die Förderung erneuerbarer Energiequellen allein nicht aus. Nach allgemeiner Auffassung der Fachwelt  muss eine beschleunigte Steigerung der Energieeffizienz hinzu kommen, sie muss nach einer Schweizer Studie sogar die Führungsrolle übernehmen. Energieeffizienz ist die schnellste, größte und billigste Option, um den Klimawandel zu vermeiden. Die im Rahmen der Energiewende von der Bundesregierung beschlossenen Förderprogramme umfassen wichtige Bereiche der Energieeinsparmöglichkeiten, insbesondere im Gebäudesektor, der Erdgas- und Elektromobilität etc. Gleichwohl ist damit die „Ökonomie des Vermeidens“ bei weitem noch nicht ausgeschöpft, insbesondere nicht im häuslichen Bereich. Es gilt den Leitmarkt der Energievermeidung (d.h. Effizienztechniken und Dienstleistungen wie Consulting, Planung, Optimierung, Design) zu einem Kernbestandteil einer zukunftsfähigen, ökologischen Industrie- und Dienstleistungspolitik zu entwickeln.


Andere Städte haben bereits umfangreiche Förderprogramme entwickelt:
Die Stadtwerke Schwedt hat ein Förderprogramm aufgelegt, das Investitionen ihrer Kunden zum Energiesparen fördert, beispielsweise gibt es für Erstellung eines Energieausweises, Durchführung einer Gebäudethermografie, Kauf energieeffizienter Kühl- und Gefrierschränke, Umstellung von Heizungsanlagen, Kauf eines Erdgasfahrzeuges etc.

Zuschüsse von 50 bis 1000 €. Für größere Projekte stellen die Stadtwerke sogar einen Kredit bis zu 6000 € zur Verfügung. (Weitere Einzelheiten unter www.stdtwerke-schwedt.de „energiesparen“)

 

Vorbildlich ist nach unserer Auffassung Düsseldorf. Deren Förderprogramm umfasst Thermografie, Energieausweis, Heizenergie-Check, Gebäudedämmung, Austausch von Heizungsanlagen Erneuerung von Fenster, Nutzung von Solarenergie etc.etc. bis zu 50.000 € im Einzelfall (Einzelheiten unter www.duesseldorf.de/umweltamt/klimafreundliches Wohnen). Das alles ist natürlich „etwas zu groß“ für Meerbusch, bietet aber vielfache Anregungen, die auch für die Meerbuscher Bürger in Betracht kommen können.

Mit freundlichen Grüßen
 

Gesine Wellhausen
(Fraktionsvorsitzende)