Dringlichkeitsantrag: Bebauung Haus Meer

Sitzung des Planungs- und Liegenschaftsausschusses am 04.09.2012 und

Sitzung des Kulturausschusses am 11.09.2012

An den Vorsitzenden
des Planungsausschusses bzw.
des Kulturausschusses
Stadt Meerbusch
Dorfstr. 20


40667 Meerbusch

Meerbusch, den 30.08.2012



Dringlichkeitsantrag: Bebauung Haus Meer
Sitzung des Planungsausschusses am 4.9.2012
Sitzung des Kulturausschusses am 11.9.2012

 

 

Sehr geehrter Herr Jürgens,
Sehr geehrter Herr Radmacher,

 

Die FDP-Fraktion beantragt, folgende Beschlüsse zu fassen:

 

  1. Die Bebauung des Geländes von Haus Meer mit einem Hotel nebst Tiefgarage und sonstigen Nebengebäuden laut vorliegendem Planungsvorschlag der Regent-Gruppe vom März 2012 wird abgelehnt.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, der Regent-Gruppe vorzuschlagen, einen genehmigungsfähigen Entwurf für einen Hotelbau auf dem Gelände von Haus Meer vorzulegen.
  3. Sollte die Regent- Gruppe sich dazu nicht innerhalb angemessener Frist (max. 4 Wochen)äußern oder diesen Vorschlag ablehnen, wird die Verwaltung beauftragt, zuschussfähige Vorschläge für eine sog. 'Non–Profit– Lösung' für Haus Meer zu erarbeiten.

 

Begründung:

 

ad 1: Eine Hotelbebauung auf dem Gelände von Haus Meer erscheint grundsätzlich besser geeignet, die Wiederherstellung des Weyhe – Parks sicherzustellen und ihn für die Öffentlichkeit zugängig zu halten als eine Büro-/Wohnbebauung. Der derzeitige Planungsvorschlag der Regent – Gruppe, die dort ein Hotel mit 80 Zimmern, Tiefgarage und sonstigen Nebengebäuden errichten wollen, sprengt aber bei weitem den Rahmen. Diese Planung ist - wie wir von Anfang an gesagt haben – nicht genehmigungsfähig und das sowohl aus bau- als auch aus bodendenk-malpflegerischen Gründen. Es macht deshalb keinen Sinn, wenn die Verwaltung auf der Grundlage dieser Planung weiterarbeitet. Das wäre Zeit- und Geldverschwendung.

ad 2: Der Regent – Gruppe sollte aber noch einmal die Chance gegeben werden, ihre bisherige Planung 'nachzubessern'. Dabei wird der Investor angesichts der ihm bekannten bau- und bodendenkmalpflegerischen Auflagen (vgl. Beschlüsse aus dem Planungsausschuss von August 2008) um eine grundsätzliche Neuplanung nicht herum kommen. Begrüßenswert wäre dabei auch, der Architektur mehr Augenmerk zu schenken. Die derzeitige erscheint uns arg simpel, sie wird der historischen Bedeutung des Gesamtdenkmals nicht gerecht. Ferner sind die Details für die Sanierung
der baulichen Denkmäler und des Parks und dessen Pflege festzulegen (z.B. der Kosten zwischen Investor und Stadt).


ad 3: Sollte die Regent- Gruppe zu einer Neuplanung nicht bereit sein – was ihr natürlich freisteht –, bleibt z.Z. als einzige Alternative - und nur in diesem Punkt stimmen wir Herrn Dr. Gérard zu – nur eine sog. 'Non – Profit' – Lösung. Nur mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzept kann geklärt werden, ob und inwieweit mit Drittmitteln gerechnet werden kann. Die FDP–Fraktion hat dazu mit Antrag vom 26.09.2011 einen Vorschlag unterbreitet (vgl. Kulturausschuss vom 18.10.2011). Die Kosten für die Stadt dürften sich dabei im Rahmen halten, weil insbesondere von einer Schlossbebauung (auf absehbare Zeit) abgesehen wird: sowohl für den Erwerb des Geländes, die Wiederherstellung der Remise (diese möglicherweise mit Unterstützung des Kreises) und (in Schritten) des Parks kann mit Zuschüssen vom Land und evtl. auch vom Bund gerechnet werden. Vorausgesetzt wird – so stets die Landesbehörde - immer ein Gesamtkonzept der Stadt. Daran fehlt es leider bis heute. Es wird Aufgabe der Verwaltung sein, Vorschläge für eine zuschussfähige Planung für Haus Meer auf dieser oder ähnlicher Basis auszuarbeiten.

 

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Rettig
(Fraktionsvorsitzender)