Kulturdenkmal "Haus Meer" - Presseinfo 03.09.2013

Luxushotel oder Weyhe-Park? Beides geht nicht!

 

Die neuen Pläne der Regent-Gruppe vom Juli 2013 sind auf den ersten Blick gefälliger als die vorherigen. Bei näherer Betrachtung enttäuscht die Planung aber maßlos:

Die nachfolgenden Fakten machen das deutlich:

  • Die bebaute Fläche des ehemaligen Schlosses und der Remise betrug ca. 1.878qm, die Bruttogeschossfläche (inkl. UG) ca. 6.750 qm.
  • Nach der 1.Planung der Regentgruppe sollte das Hotel nebst TG eine Bruttogeschossfläche von 21.741 qm aufweisen.
  • Die bebaute Fläche des jetzigen Entwurfs beträgt ca. 4600qm, die Bruttogeschossfläche (inkl. TG) nun sogar 23.457 qm (!).
  • Nach der jetzigen Planung ist das Hotel um etwa das 2.5- fache (bebaute Fläche) bzw. das 3.5-fache (Bruttogeschossfläche) größer als das ehemalige Schlossgebäude nebst Remise. Mit diesem Bauvolumen würde der Park „erdrückt“, er würde zum „Vorgarten“ eines Luxushotels degradiert.
  • Bei Haus Meer handelt es sich um ein Denkmal von „nationaler“ Bedeutung. Allseits bekannte denkmalpflegerische Vorgaben werden jedoch in der aktuellen Planung nicht berücksichtigt, Naturschutzbelange (FFH-Gebiet) nicht angesprochen.

Wir sind der Auffassung, dass die Denkmalbehörden dieser Planung nicht zustimmen können und auch nicht zustimmen werden, hat doch bereits der „kleinere“ vorangegangene Entwurf die entschiedene Ablehnung des damaligen Landeskonservators Dr. Sutthoff gefunden, und ihn zu folgender Feststellung veranlasst (Juni 2012): ’Der vorgelegten Planung kann aus denkmalfachlicher, garten- und baudenkmalpflegerischer Sicht unter gar keinen Umständen zugestimmt werden. Sie zeigt einen völlig falschen, nämlich nicht denkmalverträglichen Umgang mit dem Bau-, Garten- und Bodendenkmal.’

Sehr schade: Die verlockende Idee, dem Weyheschen Landschaftspark mit einem Hotel in seiner Mitte wieder zum Leben zu verhelfen und den Bürgern zugängig zu machen, muss als gescheitert betrachtet werden.