Antrag: Energie-Kommune

Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 10.06.2015

An den Vorsitzenden des
Bau- und Umweltausschusses
der Stadt Meerbusch
Herrn Leo Jürgens
Dorfstr. 20

 

40667 Meerbusch

Meerbusch, den 27.05.2015




Antrag zur Sitzung des BUA am 10.06.2015
Thema: Energie-Kommune

 


Sehr geehrter Herr Jürgens,

die FDP-Fraktion beantragt, die Verwaltung möge überprüfen, ob sich die Stadt Meerbusch bei der Agentur für erneuerbare Energien für die Auszeichnung „Energie – Kommune“ bewerben kann bzw. welche Voraussetzungen in Meerbusch dafür noch nicht erfüllt sind, sondern nachgeholt werden müssen.

Begründung:

Die Agentur für erneuerbare Energien zeichnet seit 2008 bundesweit Städte und Gemeinden als „Energie- Kommune“ aus. Es handelt sich dabei um Kommunen, die  kommunale Handlungsmög-lichkeiten beim Ausbau der erneuerbaren Energien kreativ und innovativ ausschöpfen. Dadurch profitieren sie von Wertschöpfungseffekten und steigern die Akzeptanz und Beteiligung der Bürger.

 

Mögliche Handlungsspielräume beziehen sich auf den Bau von Solar-, Biogas-, Windkraft-, Geothermie und Wasserkraftanlagen. Aber auch die effektive Beratung und die Erstellung eines Energiekonzepts können wichtige Eigenschaften einer „Energie – Kommune“ sein.

Das in Entwicklung begriffene Radverkehrskonzept ist unserer Auffassung ein guter Schritt nach vorn, dürfte aber die notwendigen Klimaziele im gesamten Raum Meerbuschs nicht erreichen. Un-sere Nachbargemeinde Willich ist da schon weiter. Sie erhielt letztes Jahr diese Auszeichnung für die konsequente Ausnutzung  guter Erdwärmepotentiale und in 2011 den European Energie Award in Gold, um den sich zu bemühen unsere Verwaltung bereits in der gemeinsamen Sitzung von Planungs- und Bauausschuss vom 17.04.2007 beauftragt wurde. Meerbusch scheint da etwas hinterherzuhinken, obwohl auf dem Gebiete der Energieversorgung der Meerbuscher Bevölkerung Gemeinschaftsunternehmen beider Städte bereits zusammen arbeiten. Warum nicht auf anderen Gebieten der Energiewende? Auch Meerbusch verfügt nach Untersuchungen des Geologischen Landesdienstes im Jahre 2008 an einigen Standorten (Lank-Latum, Osterath, Bommershöfe etc.) über gute bis Spitzen- Geothermie- Werte. Die Bundesregierung hat mit Wirkung ab 01.04.2015 die Anreize für Errichtung für Eigenheim-Geothermieanlagen erhöht. Die Energiepotentiale sollten deshalb auch im privaten Bereich genutzt werden.

Mit freundlichen Grüßen
               
Klaus Rettig                      Jörg Schleifer
(Fraktionsvorsitzender)          (Sachkundiger Bürger)