Antrag für die Sitzung des APL am 18.09.2018: Unterführung Osterath

Sitzung des Ausschusses für Planung und Liegenschaften am 18.09.2018 - zusätzlich zum Dringlichkeitsantrag für die Ratssitzung am 04.07.2018

An den Vorsitzenden

des Ausschusses für Planung und Liegenschaften
der Stadt Meerbusch

Herrn Werner Damblon
Dorfstr. 20

40667 Meerbusch                       

Meerbusch, den 02.09.2018



Antrag für die Sitzung Ausschuss für Planung und Liegenschaften am 18.09.2018 Unterführung Osterath – zusätzlich zum Dringlichkeitsantrag für die Ratssitzung am 04.07.2018


Sehr geehrter Herr Damblon,

 

die FDP beantragt, folgenden Beschluss zu fassen: Die Verwaltung wird beauftragt, Möglichkeiten und Kosten für eine optimale und attraktive Beleuchtung für die Unterführung in Osterath zu eruieren (Beleuchtungskonzept).

 

Begründung:

 

In der Beschlussvorlage der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses und des Ausschusses für Planung und Liegenschaften am 21.11.2017 heißt es ’Im Bereich der Unterführung Bahnhof sowie in der verkürzten Unterführung Strümper Straße wird die Bahn mit Gestaltungsvorschlägen auf die Stadt zukommen. Hier sind jedoch die sehr einschränkenden Auflagen der Bahn bezüglich Beleuchtung, Brandschutz und Wartung zu berücksichtigen.’, im Erläuterungsbericht zur Kreuzungsvereinbarung ’4.10 Anlagen der Elektrotechnik: Die vorhandene BUBeleuchtung wird ersatzlos zuruckgebaut. Die Beleuchtung der Straßen und Geh-/Radwege und
die Beleuchtung unter den EÜ werden nach den einschlägigen Richtlinien hergestellt.’

 

Wir wissen nicht, wie das Beleuchtungskonzept der Bahn im unterirdischen Kreisverkehr und den Fußgängertunneln aussieht, befürchten aber eine Minimallösung.

 

Ziel eines Beleuchtungskonzepts soll unserer Meinung sein, die Osterather Unterführung sowohl hinsichtlich ihrer Verkehrssicherheit aufzuwerten als auch den Effekt eines ‘Angstraumes‘ in bedeutendem Maße zu mildern. Insbesondere für die Vielzahl von Schülern, die die Anlage jeden Tag mindestens zweimal passieren, soll die Situation optimiert werden. In den Abend- und Nachtstunden soll die Wirkung der Unterführung als unwirtlicher und möglichst zu vermeidendem Ort für Fußgänger und Radfahrer reduziert werden. Der Ortskern mit seinem Kultur-, Freizeit- und Einkaufsangebot und Bovert mit seinen neuen Einkaufsmöglichkeiten sollen besser verbunden werden. Die Intensität der Beleuchtung könnte situationsabhängig gesteuert werden.

 

Um die Unterführung attraktiv zu gestalten wäre auch Lichtkunst denkbar, wie sie auch schon in anderen Städten installiert wurde, z.B.


www.lebendige-stadt.de/pdf/Kuenstlerische_Illumination.pdf (!!!)
www.spiegel.de/auto/fahrkultur/infrastruktur-der-niederlande-lichtkunst-in-bahnunterfuehrung-a-1065720.html
www.wa.de/hamm/lichtkunst-unterfuehrung-wilhelmstrasse-hamm-1550547.html
www.baulinks.de/webplugin/2013/1393.php4
www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Signale-fuers-Gesamtkunstwerk-Lichtkunst-in-Celle
www.werner-kapfer.de/konzepte.html
 

Die Ästhetisierung kann die Unterführung zu einem Symbol der Stadt Meerbusch werden lassen und die soziale Identifikation der Einwohner, vor allem der Bewohner von Osterath, stärken.

 

Es ist wohl davon auszugehen, dass die Stadt für über das ’Normale’ hinausgehend Beleuchtungsmaßnahmen selber aufkommen muss; daher wäre zu prüfen, ob die Maßnahmen z.B. aus dem Bund-Länder-Programm ’Aktive Zentren’ (staedtebaufoerderung.
info/StBauF/DE/Programm/AktiveStadtUndOrtsteilzentren/Praxis/praxis_
node.html;jsessionid=E26E352FA91C57C49FB965E5FE1CCF6D.live21301) sowie von der
Stiftung „Lebendige Stadt“ (www.lebendige-stadt.de) gefördert werden können. Bzgl. der Strom- und Wartungskosten könnten die Stadtwerke Meerbusch angesprochen werden. Um Doppelmaßnahmen zu vermeiden (Bahn/Stadt Meerbusch) ist es unserer Meinung nach sinnvoll, frühzeitig Überlegungen anzustellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Klaus Rettig Kirsten Danes
(Fraktionsvorsitzender) (Sachkundige Bürgerin)

 

Beispiele: