Durch die erfolgreiche Initiative von Klaus Rettig noch in der letzten Legislatur wurde ein längerer Diskussions- und Gutachter-Prozess angestoßen, der absolut notwendig und sinnvoll war.

 

Nunmehr wurde in den Ausschüssen und im Rat einstimmig ein Kombinations-Beschluss gefasst:

 

 

- Festlegung des neuen Standorts an der Moerser Straße Richtung Strümp

- Aufhebung der Kreuzungssituation am Haus Meer (Tieferlegung der Bahnlinie)

 

Ohne das langjährige Drängen der FDP hätte es diesen Kombinationsbeschluss nicht gegeben.

Dadurch wird nicht nur eine schnellstmögliche Fahrt für Feuerwehr und Rettungswagen auch nach deutlicher Takterhöhung der K-Bahn sichergestellt, sondern auch ein zentraler Punkt der Mobilität in Meerbusch zukunftssicher gemacht. Davon profitieren alle Meerbuscherinnen und Meerbuscher aus allen Ortsteilen und mit allen Verkehrsangeboten. Dann können an diesem zentralen Punkt alle Bahnen, Busse, PKWs, Fahrräder und Fußgänger bestmöglich den Knotenpunkt kreuzen.

 

Wir mussten im Laufe des Verfahrens aber auch lernen, dass Anforderungen an ein Gutachten sehr exakt von der Politik beschrieben werden müssen. Das beauftragte Gutachten zeigte nur eine geringe Tiefe in der Analyse der Fahrtwege, der Kreuzungssituation (z.B. auch statistische Auswertungen) und der langfristigen Aufstellung der Feuerwehr über die Nutzungszeit eines solchen Neubaus, nämlich mehrere Jahrzehnte. Auf die genaue Aufgabenstellung für ein solches Gutachten müssen wir zukünftig mehr achten.

 

Denn z.B. im Protokoll des sog. Feuerwehrausschusses vom 2.4.2022 heißt es:

„Herr Jörgens erklärt für die FDP Fraktion, dass … jeder einzelne Entscheidungsträger in der Lage sein muss, aufgrund der Erkenntnisse aus dem Gutachten eine solche weitreichende Entscheidung, die für Jahrzehnte Bestand haben soll, in einer schwierigen Situation zu treffen.“

 

Jedoch kann man in Verbindung mit den von der Rheinbahn, Straßen NRW und der Meerbuscher Verwaltung gemachten Ankündigungen im Rahmen eines Mobilitätsausschusses vom 30.3.22 zur ausreichenden Erkenntnis kommen, dass ein Risiko durch die Beschrankung akzeptabel bleibt und dass eine Umsetzung aller Maßnahmen vor der geplanten deutlichen Taktverdichtung der U76 (5-Minuten Takt ganztägig) bis 2035 notwendig ist.

 

Es ist also nun unsere Aufgabe, die Planungen rund um die Tieferlegung der Bahnlinie mit hoher Priorität voranzutreiben und auf dieser Basis Straßen NRW und die Rheinbahn zur schnellstmöglichen Umsetzung zu bewegen. Dann wäre eine ideale Situation für alle ab etwa 2032 gegeben. Es gibt viel zu tun!